Die hier aufgezählten Probleme habe ich leider selbst erleben müssen, die Problemlösungen habe ich oft in den Weiten des Internets gefunden. 

Das Hotend

Das spannendste Teil am ganzen Drucker ist das heiße Ende mit seiner Heizung, dem Thermistor, der Düse und dem Röhrchen zum Coldend, auch Throat Tube genannt. An diesem Teil verbringt der 3D-Druckbegeisterte die meiste unproduktive Zeit. Gibt es beispielsweise irgendein Problem mit der Filament-zufuhr, so dass der Drucker längere Zeit ohne Filament in die Luft druckt, dann kann man zwar versuchen es irgendwie ohne Montage- und Reinigungsarbeiten in den Griff zu bekommen, dass ist allerdings meist nicht von Erfolg gekrönt.

Ist das Gewinde der Düse braun bis schwarz geworden, dann hilft das Abbürsten mit einer Messingbürste. Anschließend funktioniert auch die Wärmeübertragung wieder.

Ist die Düse verstopft, dann kommt zu wenig oder gar kein Material durch. Die Düse ist schnell getauscht, so dass der Fehler schnell behoben werden kann. Genauso schnell kann auch versucht werden die Düse zu reinigen. Dazu den Bowden abziehen, die Düse auf etwa 200 °C erhitzen und manuell etwas Filament in die Düse drücken. Abschließend die Düse mit dem Filament abkühlen lassen und bei 90 °C das Filament herausziehen. Hat man Glück, dann ist die Düse nun wider frei, gegebenenfalls kann man den Vorgang wiederholen. Das gelingt jedoch selten bei Düsendurchmessern unter 0,3 mm. Besser ist es, wenn diese Methode, Cold-Pull genannt, regelmäßig nach etwa 5 bis 10 Druckstunden angewendet wird, das erspart dann den Düsentausch. Es ist erstaunlich, was da manchmal an Schmutz sich ansammelt 

Bei verstopften Düsen habe ich bessere Erfahrungen mit dem Ausbrennen der Düse gesammelt. Mit einem Gasbrenner die Düse auf einer feuerfesten Unterlage aufheizen, die Düse sollte dabei möglichst noch nicht glühen. Anschließend kann das nun zu feiner Asche gewordenen Material ausgeklopft werden. Nun noch die Düse, insbesondere das Gewinde, blank putzen bzw. mit einem Schneideisen reinigen und sie ist wieder einsatzbereit. Zur Prüfung stelle ich die Düse noch auf eine Tastatur-LED und kann nun sehen, ob sie wirklich frei von Rückständen ist. Ist sie das immer noch nicht, weil sich doch noch Aschereste darin befinden, dann hilft mir ein 0,2mm HSS-Bohrer. Zum Abschluss dann noch einen Cold-Pull als Feinreinigung.

Auch sollte man einen Blick auf das Ende vom Filament werfen, denn hier ist oft durch die Erwärmung und dem Druck vom Feederritzel ein Verdickung entstanden, die im kalten Zustand nicht mehr zum Hotend geschoben werden kann. Normalerweise wird das Filament zum Abschluss eines Druckes zurückgezogen um dann beim nächsten Druck wieder in die alte Position geschoben zu werden. Zieht man jedoch das Filament komplett aus den Bowden, dann hat es sich bewährt, das Filament erst nach dem Aufheizen der Düse manuell wieder ganz in den Bowden bis zur Düse zu schieben.

Die Z-Achse beim Prusa-Clone

Beim Prusa wird die Z-Achse über zwei Gewindestangen verfahren. Dabei kommt es immer wieder vor, dass einer der beiden Stepper, die die Gewindestangen antreiben Schritte auslassen. Ursache ist die Riemenspannung der auf der X-Achse. Trotz der Stellringe kann die Riemen nicht ordentlich gespannt werden. Mittels einer Markierung im gleichen Winkel auf jeder Kupplung zum Stepper können die Fehlschritte erkannt und auch schnell korrigiert werden.

 Feeder

Beim Feeder, auch Fern-Extruder genannt, lösen sich nach einiger Zeit die Schrauben. Dabei kann das Transportritzel anfangen auf der Stepperwelle zu wandern. Wandert das Ritzel soweit, dass die Öffnung genau in den Transportweg kommt. An dieser Stelle stockt dann der Transport bis sich das Ritzel weiter gedreht hat.

Auch kommt es schnell mal vor dass sich gerade bei den weichen Filament-spulen das Filament zwischen Wickel und Spulenteller einklemmt. Hier hilft nur öfter mal hinschauen und prophylaktisch einige Windungen lockern.

USB-Connection

Auch die hat ihre Tücken und es kommt manchmal zu Verbindungsabbrüchen. Deshalb ist es ratsam umfangreiche Drucke auf die SD-Karte zu speichern, auch wenn das etwas umständlicher ist. Leider ist das etwas umständlich und nicht besonders komfortabel. Auch die Verwendung eines abgeschirmten USB-Kabels brachte keinen Erfolg und etwa jeder 10. Druck brach ab.

Erfreulicherweise kam es beim CoreXY, mit dem gleichen Chip u keinen Abbrüchen, allerdings habe ich darauf geachtet, dass die Zuleitungen zu den Steppern so weit wie möglich von der USB-Umgebung verlegt wurden.

 

seit Mai 2018