Nach dem Klötzchen drucken entstand dann bald das erste produktive Bauteil. Es wurde mit PLA-Plus gedruckt und es hat es doch noch einigen Aufwand bedeutet, soweit zu kommen. Beim ersten Andruck hat sich heraus gestellt, dass die Maße (Länge und Breite) noch nicht stimmen, auch zeigte sich dass die Z-Achse und auch die eingestellten Temperaturen nicht optimal war. Es gab also noch etliche Andrucke,   bis ich das Bauteil fertig drucken konnte.
Da sich nach den ersten Versuchen die Zahnriemen etwas gelockert hatten, habe ich sie nach gespannt   und bin über das nächste noch ungelöste Problem gestolpert. Plötzlich stockten die Antriebe auf der Z-Achse, weil durch die Zahnriemenspannung auch die beiden Antriebsachsen zusammen gezogen wurden.

Was sich sehr gut bewährt hat, ist das direkte Drucken auf die Borosilikatglas-Platte. Mit der richtigen Temperatur haftet das Bauteil über die gesamte Fläche bis das Heizbett sich abkühlen darf. Beim   Abkühlen löst sich das Teil wegen der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten dann von selbst von der Platte. Die Slicer-Software habe ich auch ausgetauscht. Nun kann ich für die erste Lage andere Parameter (Schichtdicke und Temperatur) einstellen als für die folgenden Druckschichten. Für die letzten Druckschichten können langsamere Druckgeschwindigkeit eingestellt werden, was deutlich die Oberflächengüte verbessert.   

Nach guten fünf Stunden war das Teil dann endlich weitestgehend fehlerfrei fertig. Hier sieht man auch,    zu was es gut sein wird. Diesen kleinen Monitor hatte ich mir zugelegt, weil ich es satt hatte, immer an    den Strippen meines PC-Monitors herum zu fummeln, wenn ich mal ein Monitor für einen anderen PC   oder eine Himbeere brauchte. Er hat sowohl einen HDMI-, als auch einen VGA-Eingang und hat einen Touchscreen. Jetzt fehlte noch das passende Gehäuse und ich wollte ja sowieso schon immer in 3D drucken.

 

Mai 2018